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Podiumsdiskussion „Bildung für Neuzugewanderte – wo stehen wir in Magdeburg, wohin wollen wir?“

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper und die Bildungskoordinatoren der Landeshauptstadt Magdeburg haben am 22. November 2017 zum ersten Mal alle Unternehmen, Bildungsträger, Kammern und betroffenen Arbeitnehmer und Auszubildende zum Thema „Bildung für Neuzugewanderte“ in das Alte Rathaus eingeladen. Etwa 100 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil. Dem Auftakt in der vergangenen Woche sollen Workshops und andere Angebote im kommenden Jahr folgen.

„Ich möchte in Magdeburg lernen und arbeiten.“ Diese Grundaussage trifft auf alle drei ausländischen Teilnehmer an der Podiumsdiskussion zu, zu der Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper eingeladen hatte. Zakaria Sultan, Azubi bei Bianca Zacke im Friseursalon „Schnittstelle 89“ und Suliman Hana, Steinmetz bei der Paul Schuster GmbH, beide aus Syrien, sowie Reza Mansouri, Schweißer bei der MAT (Maschinenbau- und Anlagentechnik GmbH Magdeburg) aus dem Iran waren mit ihren Chefs eingeladen, um aus der praktischen Sicht Betroffener darüber zu diskutieren, wo Magdeburg beim Thema „Bildung für Neuzugewanderte“ steht und wie es perspektivisch weitergehen soll. Die anwesenden Gäste konnten ihre Fragen aber auch an Heike Jauch, Geschäftsführerin des Jobcenters Magdeburg, und Dr. Andrea Hanke, Sozial-, Gesundheits-, Schul- und Jugenddezernentin in Magdeburgs Partnerstadt Braunschweig, richten.

Einleitend informierte Oberbürgermeister Dr. Trümper u. a. darüber, dass der Ausländeranteil in Magdeburg derzeit etwa 8,5 Prozent beträgt. Davon sind etwa ein Drittel Neuzugewanderte. Ca. 58 Prozent sind unter 30 Jahre alt. Elf Prozent aller Mädchen und Jungen in allgemeinbildenden kommunalen Schulen in Magdeburg haben einen Migrationshintergrund. Das gilt zudem für sieben Prozent aller Berufsschüler und für weniger als fünf Prozent der Azubis bei der IHK und der Handwerkskammer. Mehr als 2.000 Frauen und Männer besuchen derzeit Integrationskurse, um die deutsche Sprache zu erlernen.

Dr. Lutz Trümper: „Sprache, auch die berufsbegleitende, ist der Schlüssel und Voraussetzung für gelingende Integration. Dazu trägt neben den schulischen und außerschulischen Bildungsangeboten besonders die interkulturelle Kontaktpflege zwischen Deutschen und Migranten zum Beispiel im kulturellen und sportlichen Bereich bei.“

Schwerpunktthemen der sich anschließenden Diskussion waren: Woran sollen sich die Ausbildungs- und Berufswahl orientieren? An den Bedarfen der Wirtschaft oder sollen fachliche Fähigkeiten und Fertigkeiten stärker Berücksichtigung finden, weil so eine schnellere Integration in den Arbeitsmarkt möglich ist? Die Notwendigkeit der weiteren Entwicklung und Anwendung von Kompetenzfeststellungsverfahren wurde ebenso angemahnt wie ein verbesserter Informationstransfer.
Verwaltung, Jobcenter, Agentur für Arbeit, Bildungs- und Projektträgerträger, Kammern und ehrenamtlich tätige Vereine und Organisationen bieten eine Vielzahl von Betreuungs- und Beratungsmaßnahmen an, die aber noch nicht in jedem Fall den richtigen Adressanten erreichen.

Darüber hinaus wurde darauf hingewiesen, dass Unternehmen bei der Gewinnung von Azubis und Arbeitsnehmern effektivere Unterstützung brauchen, um Hemmnisse schneller zu überwinden. Das trifft auch auf die Neuzugewanderten zu, die sich ohne zusätzliche Hilfe und spezielle Angebote im deutschen Bildungs-, Ausbildungs- und Arbeitsmarktsystem kaum zurechtfinden.

Oberbürgermeister Dr. Trümper wies darauf hin, dass die Erwartungshaltungen groß sind. „Aber sie müssen an umsetzbaren und finanzierbaren Möglichkeiten gemessen werden. Das beginnt bei bezahlbarem Wohnraum geht über Kindertagesstätten bis hin zu Schul- und Hortkapazitäten. Hier kann nicht nur die Kommune in der Pflicht sein“, so Trümper. Sein Fazit nach der Veranstaltung: „Insgesamt sind wir auf einem guten Weg. Aber: Integration passiert nicht von heute auf morgen, sie braucht Zeit – von der Ankunft über den Besuch einer Bildungseinrichtung und Spracherwerb bis zur Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung können fünf bis sieben Jahre vergehen. Um weiter nachhaltige und wirksame Konzepte sowie umsetzbare Maßnahmen zu entwickeln und offene Fragen zu klären, werden wir im I. Quartal 2018 einen Analyseworkshop durchführen. Dabei werden uns die vom Bundesbildungsministerium geförderten kommunalen Bildungskoordinatoren unterstützen.“

Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper
Podiumsdiskussion
Podiumsdiskussion
Heike Jauch, Geschäftsführerin des Jobcenters Magdeburg
Andrea Hanke, Sozial-, Gesundheits-, Schul- und Jugenddezernentin Braunschweig
Podiumsdiskussion
Bianca Zacke
Podiumsdiskussion
Podiumsdiskussion
Zakaria Sultan, Azubi bei Bianca Zacke im Friseursalon »Schnittstelle 89«