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Ostersonnabend ,10. April 2004

Der Besuch im ehemaligen Wintersportgebiet Berg Igman ist mit einer beschwerlichen Anfahrt verbunden.

Steinschlag begegnet uns auf der Straße in den Bergen und es kann einem schon etwas mulmig werden. Hier war die Frontlinie, viele Minen sind noch im Wald. Vom Igman aus wird die Stadt Sarajevo mit Wasser beliefert.   

Die Hotels und weiteren Gebäude in dem ehemaligen Wintersportgebiet, welches durch die Olympischen Winterspiele 1984 weltbekannt wurde, wurden ausnahmslos beschossen und dem Erdboden gleich gemacht. Es bietet sich ein schreckliches Bild von sinnloser Zerstörung.                                   

Der Generalsekretär der Jugendhotelvereinigung von Bosnien-Herzegowina, Nusret Muhovic, empfängt uns zu einem Gespräch in dem einzigen bisher neu aufgebauten Hotel „Marshall“ und erklärt:

Das Jugendhotel „Igman“ soll neu aufgebaut werden, auf einem Plateau in 1300 m Höhe am ursprünglichen Standort.

Zur Realisierung des Projektes werden noch finanzielle Mittel benötigt. Der Oberbürgermeister von Sarajevo Prof. Hamamdzic hatte sich auch an die Partnerstädte mit der Bitte um Unterstützung gewandt.
Herr Muhovic betonte, dass jede Unterstützung, auch wenn diese noch so klein ist, dem Projekt nützt.

Früher gab es in Bosnien-Herzegowina 5 Jugendherbergen, diese wurden alle zerstört.
Es gibt für Jugendliche, v.a. aus dem Ausland keine Unterkunft.

Dieses Wiederaufbau-Projekt ist deshalb von hohem Wert für die Jugend von Bosnien und Herzegowina, aber auch für alle jungen Menschen überall auf der Welt.
Als Dank für die Spenden der befreundeten Städte wird jeweils ein Raum in dem neu gebauten Jugendhotel den Namen dieser Stadt tragen.

Ursprünglicher Standort des Jugendhotels

Fahrt nach Mostar

Wir besuchen zum Ausklang unserer 7-tägigen Reise Mostar, ein Weltkulturerbe, eine wunderschöne Stadt an der Neretva.

Die Fahrt führt uns durch eine einmalige Landschaft, Canyons, die Neretva ist ein smaragdgrüner Fluss. Es gibt sehr viele Viadukte, die durch ihre Imposanz die Landschaft bereichern.

Wasserfälle sind überall, sie kommen sogar aus den Felswänden direkt an der Straße.

Mostar:  - Trauer und Hoffnung- Die berühmte „Alte Brücke“ über die Neretva, Wahrzeichen der Stadt, ist seit 1993 zerstört und wird originalgetreu wieder aufgebaut.
Die Häuser – unersetzliches Kulturerbe sind von den Spuren der Kämpfe gezeichnet.

Mostar Mostar - Blick über die Neretva

Ostersonntag, 11. April 2004 und
Ostermontag, 12. April 2004

Um 09:00 Uhr werden wir im Hotel verabschiedet. Wünsche und Hoffnungen werden uns begleiten.
Auf der Rückfahrt sehen wir einen anderen Teil von Bosnien-Herzegowina, Tuzlar und Banja Luka als moderne Städte, nur noch wenige Zeichen des Krieges.
Am frühen Nachmittag überqueren wir die bosnisch-kroatische Grenze.

                                          Auf Wiedersehen

Am Ostermontag sind wir nach einer Übernachtung in Graz wieder in Magdeburg.