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Neues Wohnquartier für Flüchtlingsfamilien in der Wilhelm-Kobelt-Straße (Stadtfeld)

Die Landeshauptstadt Magdeburg eröffnet im September im Stadtteil Stadtfeld Ost eine weitere Unterkunft für Flüchtlinge. Das Wohnhaus in der Wilhelm-Kobelt-Straße wird 19 Familien eine neue Wohnstätte bieten. In den insgesamt 24 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe und Zuschnitts werden zusätzlich neun alleinlebende Flüchtlinge untergebracht.

Die zuständige Beigeordnete für Soziales, Jugend und Gesundheit, Simone Borris, ist sehr zufrieden mit der Lage des von der Stadt angemieteten Wohnhauses – erfüllt es doch die Kriterien des kommunalen Unterbringungskonzepts: „Die Nähe zum Nahversorger und die gute Anbindung an den Personennahverkehr könnten besser nicht sein“, erläutert sie im Rahmen eines Rundgangs in dem noch unbewohnten Haus. Als „außergewöhnlich“ bezeichnet sie auch den hohen Standard, den die Stadt hier zu üblichen Konditionen geboten bekommt.

Über dieses Lob freut sich auch Wolfram Neumann von der IKW Institut und Weiterbildung GmbH, der Vermieterin des Objekts. Als unternehmenseigener Integrationsbeauftragter für Wohnen, Bildung und Arbeit erläutert er den gewählten Ansatz: „Wir möchten die Stadtverwaltung bei ihren Bemühungen bei der Unterbringung unterstützen. Da gehört ein guter Standard genauso dazu wie ein maßvolles Preis-Leistungs-Niveau.“

Für fünf Jahre hat die Stadt die Immobilie angemietet, um sie als Unterbringungsmöglichkeit zu nutzen. Entsprechend des Unterbringungskonzepts handelt es sich um ein Objekt der Wohnstufe II, bei der die Stadtverwaltung selbst Mieter ist, und die Bewohner noch engmaschig durch Sozialarbeiter betreut werden. Die künftigen Bewohner kommen aus Syrien, Afghanistan, Kosovo, Bosnien, Indien, Kongo, Benin, Iran, Russland und der Türkei.

In Magdeburg leben derzeit mehr als 1.500 Asylsuchende und Flüchtlinge. Allein in diesem Monat bekommt die Landeshauptstadt rund 250 Asylbewerber von der Zentralen Aufnahmestelle (ZASt) in Halberstadt zugewiesen.

Auch nach dem Bezug der Wohnungen in der Wilhelm-Kobelt-Straße sucht die Stadtverwaltung Immobilien, die sie für Betroffene anmietet bzw. die die Betroffenen eigenständig anmieten können. Vorrangiges Ziel ist die gleichmäßige, dezentrale Unterbringung in allen Stadtteilen.