Wissenschaftsstandort Magdeburg
Innovationen haben hier Tradition - Wissenschaft und Forschung haben in Magdeburg einen hohen Stellenwert. An der Otto-von-Guericke-Universität und der Hochschule Magdeburg-Stendal studieren heute mehr als 18.000 Studenten. Im Umfeld von Universität und Hochschule sind renommierte Forschungseinrichtungen entstanden. Wissenschaftler aus aller Welt sind in Lehre und Forschung tätig. Die Wissenschaftseinrichtungen verleihen der Stadt eine dynamische Entwicklung. Sie bieten attraktive Arbeitsplätze für hochqualifizierte Mitarbeiter. Das hat positive Auswirkungen auf die demografische Entwicklung, aber auch die Kultur, den sozialen Status und die Lebensqualität in der Stadt. Sie sind als Kooperationspartner für die Unternehmen gleichzeitig ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region.
Wissenschaft und Forschung verändern das Stadtbild. Die Campus von Universität und Hochschule sind attraktive Stadtareale geworden. Direkt an der Elbe entsteht ein mit dem Wissenschaftshafen ein neues Quartier für Forschung und innovative Unternehmen.
Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU) gehört zu den jüngsten Universitäten Deutschlands und entstand 1993 aus der Fusion dreier Magdeburger Hochschulen. Mit exzellenter und verlässlicher interdisziplinärer Lehre und Forschung ist die OVGU weit über die Region hinaus ein wichtiger Partner für Bildung, Forschung und innovative Entwicklung.
1991 wurde an der Fachhochschule Magdeburg der Lehrbetrieb aufgenommen. Inzwischen hat die heutige Hochschule Magdeburg-Stendal den Standort in Stendal hinzugewonnen, eine Vielzahl attraktiver Studiengänge entwickelt, die Studierendenzahl vervielfacht und sich in der Forschung und der Region etabliert.
Das 1996 gegründete Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg beschäftigt sich als erstes Institut der Max-Planck- Gesellschaft schwerpunktmäßig mit Fragestellungen aus den Ingenieurwissenschaften und schlägt somit eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und industrieller Anwendung.
Seit 20 Jahren forscht und entwickelt das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und –automatisierung IFF in den Kompetenzschwerpunkten Digital Engineering, Logistik und Materialflusstechnik, Automatisierung sowie Prozess- und Anlagentechnik. Zu seinen Kunden für die Auftragsforschung gehören internationale Industrieunternehmen, die Dienstleistungsbranche, Unternehmen der klein- und mittelständischen Wirtschaft sowie die öffentliche Hand.
Das Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN) ist ein Grundlagenforschungsinstitut, das der Erforschung der Mechanismen von Lernen und Gedächtnis gewidmet ist. Es wurde 1992 gegründet und ist Mitglied der Leibniz- Gemeinschaft (WGL). Das LIN bildet einen Eckpfeiler des Neurowissenschaftsstandortes Magdeburg und forscht auf international höchstem Niveau.
Im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ erforschen Natur- und Sozialwissenschaftler die Ursachen und Folgen der weit reichenden Veränderungen unserer Umwelt. Das UFZ beschäftigt in Leipzig, Halle und Magdeburg etwa 1.000 Mitarbeiter. Ziel der 100 Magdeburger Wissenschaftler ist es, im Rahmen von nationalen und internationalen Projekten weltweit übertragbare Maßnahmen, Instrumente und Managementstrategien zu entwickeln, damit Flüsse und Seen als wichtige Wasserressource einen guten chemischen und ökologischen Zustand erreichen und dieser nachhaltig erhalten bleibt.
Das Institut für Automation und Kommunikation (ifak) betreibt angewandte Forschung auf den Gebieten der Industrieautomation, Datenkommunikation, Messtechnik sowie Verkehrstelematik. In jährlich ca. 75 Projekten, die von Machbarkeitsstudien bis zu komplexen Entwicklungsvorhaben reichen, ist das ifak Partner der Industrie. Als gemeinnütziges Institut engagiert sich das ifak besonders in vorwettbewerblichen Verbundprojekten, für die Fördermittel auf Europa-, Bundes- und Landesebene eingeworben werden.
Das Zentrum für neurowissenschaftliche Innovation und Technologie wird seit 1998 als unabhängige Forschungseinrichtung in Trägerschaft der Stadt Magdeburg und der Universität genutzt. Ziel der Transfereinrichtung ist es, die im universitären Bereich gewonnenen Grundlagenkenntnisse in wirtschaftlich nutzbare Produkte und Verfahren umzusetzen. Die Unterstützung von Aus- und Neugründungen ist erklärtes Ziel des Zentrums.
Die Experimentelle Fabrik Magdeburg ist ein Forschungs- und Transferzentrum für anwendungsorientierte Forschung auf dem Gebiet der Produkt-, Verfahrens- und Prozessinnovation. Sie versteht sich in vielfacher Hinsicht als Dienstleister, Erprobungswerkstatt, Sofortlieferant, Demonstrationswerkstatt, Beratungsstelle, Lernlabor, Initiator und Promotor permanenter Innovationsprozesse.
Das Forschungs- und Entwicklungszentrum Magdeburg arbeitet eng mit der Hochschule Magdeburg-Stendal und dem Innovations- und Gründerzentrum (IGZ) zusammen und ist Basis für neue technologieorientierte Unternehmensgründungen in der Stadt.